Höhepunkt zu 400 Jahre Blutaltar am Pfingstwochenende

09.05.2026 | Weitere Jubiläen folgen - Einladung an Papst Leo XIV. ausgesprochen

Das Jubiläum 400 Jahre Heilig-Blut-Altar, nach seiner Fertigstellung durch den Bildh
auer Zacharias
 Juncker im Jahr 1626, steuert an Pfingsten auf seinen Höhepunkt zu. An diesem Pfingstwochenende wird es eine ganze Reihe besonderer Termine und spiritueller Angebote in und um die Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut geben.

Im wahrsten Sinne des Wortes eingeläutet werden diese Feierlichkeiten mit einem sogenannten Triduum. Dieser Begriff stammt aus dem lateinischen und bedeutet "drei Tage": Drei besondere Tage verbunden mit einer Gebetszeit, mit Gottesdiensten vor einem hohen Fest oder einer Feier. Franziskaner-Pater Robert Rogoza OFMConv wird im Rahmen der Abendgottesdienste vom Donnerstag, 21. bis Samstag, 23. Mai, jeweils um 18.30 Uhr in der Basilika Impulse zu den verschiedenen Arten der Liebe thematisieren. Die Agape als die bedingungslose Liebe, die Filia als freundschaftliche Liebe und die Storge, als die familiäre Liebe stehen dabei im Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Der Begriff der Liebe in der Bibel und in der Philosophie werden dabei ebenso in Beziehung gesetzt. Dabei werden diese Impulse auch an das Leitwort aus dem ersten Korintherbrief zur diesjährigen Wallfahrtszeit, "Die Liebe hört niemals auf", anknüpfen.
 
Am Samstag vor Pfingsten werden wieder in guter Tradition die zahlreichen Motorradfahrer und -fahrerinnen den Walldürner Gnadenort ansteuern und hier um 14 Uhr die Eucharistie am Wallfahrtsplatz feiern. Die Segnung der Fahrzeuge und Fahrer findet danach auf dem Schlossplatz statt. An diesem Themen-Wallfahrtstag wird insbesondere auch der verunglückten und verstorbenen Biker gedacht. Am Abend, wie auch schon zum Biker-Gottesdienst, werden die Young Musicians/Kirchenchor St. Anna unter der Leitung von Jürgen Miko um 20.30 Uhr ebenfalls auf dem Wallfahrtsplatz eine Vigil, als eine Nachtwache, abhalten. Dabei werden zum Thema „Heiliger Geist“ verschiedene Texte betrachtet und musikalisch interpretiert. Stücke von Albert Frey, Gregor Linßen, Claude Fraysse, Andreas Schätzle, Thomas Quast, Timo Langner und Jacques Berthier werden dabei erklingen. Im Kerzenlicht soll das besondere Ambiente des Wallfahrtsplatzes zu der Vigil, "in die Nacht hinein", zum mitbeten und mitsingen einladen. Bei schlechtem Wetter findet die Vigil in der Wallfahrtsbasilika statt und danach bleibt auch noch ausreichend Zeit um miteinander ins Gespräch zu kommen.
 
Der Pfingstmontag steht dann ganz im Zeichen des Blutaltar-Jubiläums. Aus Freiburg wird eigens dazu Erzbischof Stephan Burger anreisen und mit den Pilgern und der Walldürner Bevölkerung dieses Jubiläum festlich zu begehen. Das Pontifikalamt findet um 10 Uhr in der Wallfahrtsbasilika zum Heiligen Blut statt. Eingeladen wurden dazu besonders auch die Vertreter der Fußpilgergruppen,
 die mit ihren Blutsfahnen teilnehmen werden. Der Kirchenchor Walldürn sowie weitere Projektsängerinnen und -sänger, unter der Leitung von Birgit Wagner, werden diesen Jubiläumsgottesdienst gestalten und dabei die Messe in  G von Christopher Tambling aufführen. Um 17 Uhr findet dann am Blutaltar noch eine feierliche Andacht zum Kostbaren Blut statt.
 
Zu den zahlreichen Angeboten rund um
 das Jubiläum in Walldürn sind auch alle Gemeindemitglieder der neuen römisch-katholischen Kirchengemeinde Bauland-Odenwald und alle Interessierte eingeladen. In diesem Jahr feiert der Franziskaner-Konvent weltweit auch den 800. Todestag ihres Ordensgründers, dem Heiligen Franziskus von Assisi, der im Oktober begangen wird. Und mit einem Ausblick auf die Jahre 2028 und 2030 stehen dem größten Eucharistischen Wallfahrtsort mit 300 Jahre Wallfahrtsbasilika und 700 Jahre Blutwunder zwei weitere und ganz bedeutende Jubiläen bevor. In einem gemeinsamen Schreiben der Wallfahrtsleitung Walldürn, der Stadt Walldürn und der Kirchengemeinde Bauland-Odenwald an den Vatikan in Rom, wurde auch Papst Leo XIV. über diese Jubiläen informiert und nach Walldürn eingeladen.
Beitrag von

Achim Dörr