Die Wallfahrt von Lohr nach Walldürn

 
Wallfahrt Walldürn 2017 im ökumenischen Geist
Pünktlich um 04.45 fuhren zunächst 22 Fußwallfahrer los, deren Anzahl durch weitere Zustiege bis zur Ankunft in Urphar auf 29 Personen angewachsen war, um sich in den frühen Morgenstunden auf den Pilgerweg nach Walldürn zu begeben. Da mit Pater Josef Aszyk von Maria Buchen seit vielen Jahren auch wieder ein Priester unter uns war, segnete er uns zu Beginn der Wallfahrt vor der Wehrkirche Urphar. Bei wolken-bedecktem Himmel zog man über die Odenwaldhöhen hinunter ins Taubertal zum Kloster Bronnbach, um eine „Frühstückspause“ einzulegen. Noch sichtlich wohl gelaunt  setzte man nun bei Sonnenschein den Weg fort. Nach Überqueren der Tauber musste man wieder die Berge des Odenwalds hinaufsteigen. Oben angekommen führten schattige Waldwege zur Waldkapelle, bei der uns ein Pilger mit „Glockengebimmel“ empfing.

Mit zweistimmigem Marienlob, vorgesungen von den Vorbetern, erreichte man die Kreuzkapelle nahe Steinbach/Külsheim,(Foto 6) wo während der Pause geschickte Frauenhände aus, am Wegesrnd gepflückten Blumen, einen herrlichen Blumenkranz für das Prozessionskreuz flochten. Mit dem geschmückten Kreuz ging es nun den langen, von der Sonne heiß  beschienenen Weg an reifenden Kornfeldern vorbei zur Mittagsrast nach Steinfurt.
Der traditionelle „Pickelsteiner Eintopf“ stärkte die Pilger, ein kühlendes Eis folgte bei vielen hinterher. In Steinfurt kamen auch noch einige „halbe Pilger“ dazu, ebenso die 3 Radwallfahrer. „Wohlbehütet“ gegen die mittaglich, brennende Sonne nahm man um 12:10 die Mittagsstrecke in Angriff.Sie führte „Gott sei Dank“ nicht nur über freie Felder, sondern nach der Hälfte des Weges auch in den schattigen Odenwald Richtung Wohlfahrtsmühle.
 
Auch wenn einigen diese Wegstrecke hinunter ins Erfatal zur Wohlfahrtsmühle gefühlt zu lange erschien, es war kein „Umweg“, sondern die richtige Strecke.  An der herrlich gelegenen Wohlfahrtsmühle, deren Umgriff Erholung pur verspricht, war „Eiszeit“ angesagt, bzw. wiederum  erfrischende Getränke oder ein Espresso! Auf dem Weg zur vorletzten Rast an der Wassertretanlage nahe Höpfingen, war jeder von dem Wunsch beseelt: Bitte lass sie in diesem Jahr wieder  „geflutet“ sein! Der Herr hat unser Gebet erhört! Die Wasser sprudelten kühl und klar! Der Pilgerabschnitt hierher war dem diesjährigen Leitwort gewidmet: „Alle sollen eins sein“! Die Wallfahrtsleitung in Walldürn hat diese Leitwort bewusst ausgesucht im Hinblick auf das Reformationsjubiläum 2017. Alle Gebete und Texte machten deutlich, wir können, ja müssen all das tun um die Einheit im christlichen Glauben zu wollen, aber letztlich kann nur Gott selbst durch den Hl. Geist uns diese Einheit schenken.(„…die eine heilige allumfassende christliche Kirche!“)
 
Über die Kapelle am Grenzwall, bei der traditionsgemäß unsere ev. Mitpilgerin zwar nicht den Hl.Geist, aber etwas „Geistvolles“ spendierte, ereichten wir pünktlich um 16.25 Walldürn, wo wir „Am See“ von Ministranten und Pater Josef Bregula und den eingtroffenen Bus-/Radwallfahrer begrüßt wurden.
 
Auf dem Weg zur Basilika  kam die Blasmusik dabei in diesem Jahr nur vom „Stick“ über Lautsprecher, da unsere „Wallfahrtskapelle“ nicht dabei sein konnte!  Nach dem feierlichen eucharistischen Pilgersegen durch Pater Josef Bregula  zelebrierten Pfarrer Sven Johannsen und Pater Josef Aszyk am Gnadenaltar die Pilgermesse, an der großen Orgel begleitet von Silke Hückmann. „Müde und erschöpft, aber glücklich“, begrüßte Pfarrer Sven Johannsen die Wallfahrer vor dem Gottesdienst um dann in seiner Predigt nochmals darauf einzugehen. Es gebe aber auch eine Erschöpfung der Seele, die durch so eine Wallfahrt gelindert werden kann. Nach der Hl. Messe ging es zum traditionellen Abschluss dieser 28. Wallfahrt mit gemeinsamem Abendessen im Gasthof Hirsch in Walldürn. Pilgerführer Siegfried Schmitt bedankte sich bei allen, die zum Gelingen der „körperliche Kräfte verzehrenden“, aber „innere Stärke gebenden“ Wallfahrt 2017 beigetragen haben. Es war ein Wallfahrtstag, so die Überzeugung aller Teilnehmer, an dem und durch diesen gemeinsamen Pilgerweg „alle eins waren“!
Ansprechpartner

Siegfried Schmitt

Anmeldung/Info

Gottesdienst
So. 07.06.2026, 17:00
Pilgeramt

weitere Veranstaltungen ...