
Seit dem Jahr 1982 machen sich jedes Jahr Pilger zu Fuß auf den etwa 100 km langen Weg von Weiher nach Walldürn.
Begonnen hat alles im Jahr 1982 mit 22 Wallfahrern, zwischenzeitlich war die Gemeinschaft auf 45 - 50 Pilger/innen angewachsen. Bedingt durch die Einschränkungen während er Corona-Pandemie hat sich die Pilgerzahl leider verringert, mittlerweile sind es ca. 30 Personen im Alter von Mitte 20 bis über 70 Jahren, die die Pilgerreise nach Walldürn antreten. Unsere Wallfahrt findet immer in der Woche nach Fronleichnam statt, die Aussendung ist donnerstagmorgens um 6.00 Uhr. Soweit es möglich ist vermeiden wir Verkehrsstraßen und gehen hauptsächlich über Feld- und Waldwege.
Der Weg führt über die Weinberge bei Stettfeld, vorbei an Zeutern, Östringen-Odenheim, durch Waldangelloch bis zum Wald vor Sinsheim, dort machen wir Mittagspause und stärken uns mit Essen und Getränken. Weiter geht es durch Sinsheim, Neckarbischofsheim und Flinsbach nach Bargen, das unser Etappenziel am ersten Tag ist.
Ca. 45 km haben wir bereits hinter uns. Wir feiern in der kleinen Pfarrkirche St. Peter und Paul eine Hl. Messe und übernachten im benachbarten Pfarrzentrum.
Am Freitag starten wir nach dem Morgenlob um 7.00 Uhr. Wir gehen in Richtung Obrigheim und Neckarelz nach Mosbach, haben unsere Mittagspause im Dallauer Forst und gehen weiter durch Rittersbach und Heidersbach nach Waldhausen. Hier haben wir unser Nachtquartier in der Sporthalle. Besonders schön ist die Feier der Hl. Messe auf dem Sportplatz unter freiem Himmel!
Am Samstag heißt es schon um 5.00 Uhr aufstehen, damit wir pünktlich um 6.00 Uhr aufbrechen können, ca. 20 km liegen noch vor uns.
Wir gehen durch den Wald, lassen Hollerbach links liegen, gehen rechts an Buchen vorbei und machen an einer Feldscheune Rast. Schließlich erreichen wir gegen 10.30 Uhr Walldürn, am Kreuz treffen wir auf liebe Verwandte und Bekannte und werden herzlich empfangen und begrüßt.
Höhepunkt unserer Wallfahrt ist das Pilgeramt in der Basilika, das wir zwar müde aber glücklich zusammen mit anderen Pilgergruppen feiern.
Nachdem wir 2 ½ Tage zusammen gebetet, gesungen und geschwiegen, aber auch so manch anregendes Gespräch geführt haben, nehmen wir Abschied voneinander und freuen uns bereits auf die Wallfahrt im kommenden Jahr!
Für die Pilger, die die gesamten 100 Kilometer zu Fuß zurücklegen, sind die Tage der Wallfahrt durch Wälder und Felder, in der ruhigen Natur, auch ein Ausgleich zum meist hektischen Alltag. Trotz körperlicher Anstrengungen tanken sie Kraft und
Energie auf ihrem Weg.
Sehr dankbar sind wir unserem "Verpflegungsteam", drei Frauen und zwei Männer die uns während der Wallfahrt mit allem Nötigen versorgen. Sie transportieren unser Gepäck, kaufen ein, sorgen das Essen und bauen Tische und Bänke auf, damit die Fußpilger an jeder Station rasten und die gemeinsamen Mahlzeiten einnehmen können. Sie sind morgens die Ersten, die aufstehen und abends die Letzten, die sich schlafen legen. Ohne dieses Team wäre unsere Wallfahrt in dieser Form nicht durchzuführen!


