Seit 1791 pilgern Leidersbacher alljährlich nach Walldürn. Seither hat sich die Form immer wieder verändert und angepasst. Ob zu Fuß in einem Stück, per Fahrrad oder Motorrad, mit dem eigenen PKW oder teilweise oder komplett mit dem Bus, in früherer Zeit sogar ein Stück mit dem Zug, in Kleingruppen oder als stattliche Prozession mit Musikkapelle… So vielfältig wie die Gemeinschaft der Pilger war und ist auch die Art und Weise der Walldürn-Wallfahrt.
Im Jahr 1999 hat Pfarrer Waldemar Kilb begonnen, die Wallfahrt an zwei Tagen anzubieten und die einzelnen Gruppen zusammenzuführen.
Die beiden Tage – jeweils Samstag und Sonntag nach Fronleichnam - sind immer wieder ein beeindruckendes und nachhaltiges Erlebnis von Weg-Gemeinschaft, eine bereichernde Unterbrechung unseres Alltags.
- unterwegs sein
- Gemeinschaft erfahren
- Natur erleben
- für sich und andere beten
- zu sich selbst und zu Gott finden
Der Pilgerweg ist eine Standortbestimmung und eine Chance, alles, was uns bewegt, alles, was wir nicht allein schaffen können miteinander zu teilen und im Gebet vor Gott zu bringen.
Wir treffen uns am Samstag um 6 Uhr zu einem Morgengebet in der St. Rochus-Kirche in Volkersbrunn. Anschließend starten wir unsere Tagesetappe von 32 km.
Unterwegs nach Sommerau halten wir 5 Gebets-Stationen.
Da hören wir Glaubenszeugnisse, die unter die Haut gehen und tief berühren.
Gegen zehn Uhr verwöhnt uns die Kolpingfamilie Sommerau nun schon seit 12 Jahren mit einem fürstlichen Frühstück.
Danach führt unser Pilgerweg weiter nach Mönchberg, wo wir um die Mittagszeit rasten und zusammen mit Pfarrer Kilb einen Gottesdienst erleben.
Weiter geht es über den Röllbachsbrunnen, Klotzenhof zum Kloster Engelberg.
St. Kilian, wo ein warmes Abendessen auf uns wartet.
Nach einem Abendgebet und einem geselligen Abend erholen wir uns für den nächsten Tag.
Am Sonntag startet die Wallfahrt mit einer Morgenandacht in der Hauskapelle des Kilianeums. Wer gut zu Fuß ist läuft die Steige hoch nach Wenschdorf. Dort warten schon die Wallfahrer und die Musiker, die mit dem Bus hoch gefahren sind. In Prozessionsordnung geht es nun weiter mit Fahnen und Musikbegleitung der Kolpingskapelle, unterstützt durch Gastmusikanten.
Unterwegs hören wir wertvolle Gebetstexte, die seit einigen Jahren von unsere Pastoralreferentin Margret Reis zusammengestellt und von verschiedenen Lektoren vorgetragen werden. Am See in Gottersdorf gibt es Kaffee und Kuchen und eine ausgedehnte Pause.
Um 13 Uhr kommen wir in Walldürn an und ziehen mit dem Lied: “Ein Haus voll Glorie schauet…“ in die Basilika ein. Jedes Mal ein ergreifendes und ganz besonderes Erlebnis!
Um 15 Uhr treffen wir uns zum gemeinsamen Gottesdienst in der Basilika.
Mit einer kurzen Andacht an der Grotte beschließen wir die Wallfahrt.
Mit einer kurzen Andacht an der Grotte beschließen wir die Wallfahrt.
Was uns am meisten freut
- wenn Christen aus allen vier Ortsteilen und ganz gemischten Alters mit auf dem Weg sind
- wenn jedes Jahr auch ein paar neue Gesichter dazu kommen
- wenn alle gesund und wohlbehalten in Walldürn und dann wieder zu Hause ankommen
Unterwegs denken wir an so viele, die schon mit uns auf dem Weg waren und aus gesundheitlichen oder terminlichen Gründen verhindert sind.
Auch wenn wir nicht mehr die hohen Teilnehmerzahlen früherer Jahre toppen, gehört für viele die alljährliche Wallfahrt nach Walldürn zum festen Jahresplan und bereichert das persönliche Glaubensleben.
Durch die unterschiedliche Gestaltung der beiden Tage findet jeder etwas, was ihn anspricht und weiterbringt. Außerdem gibt es für jeden ein Angebot entsprechend der persönlichen Fitness:
- an zwei Tagen mit Übernachtung im Haus St. Kilian in Miltenberg,
- mit dem ersten Bus Sonntags Frühs ab Kilianeum
- mit dem 2. Bus ab Gerolzahn
- oder mit Privatautos, Fahrrad oder Motorrad direkt nach Walldürn.



