Vortrag Cornelius Lange im Rahmen des Jubiläums 400 Jahre Blutaltar

17.03.2026 |

In der Reihe verschiedener Veranstaltungen und pastoraler Angebote zum diesjährigen Jubiläum "400 Jahre Blutaltar",  findet am Freitag, den 17. April um 19:30 Uhr im katholischen Pfarr- und Gemeindezentrum Walldürn ein Vortrag mit dem Historiker Cornelius Lange aus Würzburg statt. Das Thema des Abends lautet: „Pleiten, Pest und Explosionen“ und wirft einen sozialgeschichtlichen Blick auf die Bildhauerfamilie Juncker. 

In einer früheren Version dieses Artikels wurde Cornelius Lange irrtümlich mit dem Doktortitel bezeichnet. Der Titel wird derzeit noch nicht geführt. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

Der Walldürner Blutaltar aus Sandstein, Alabaster und als ein künstlerisch gestalteter sehr aufwendiger Altaraufsatz geformt, wurde von Zacharias Juncker in den Jahren 1622 bis 1626 hergestellt. Dieser Gnadenaltar als das Zentrum der Verehrung des Heiligen Blutkorporales, befindet sich im ältesten Teil der heutigen Kirche an der Westseite des Nordturms aus der Zeit um 1330. Noch heute ist dieser Ort für viele Pilgergruppen und Einzelpilger, die erste Station bei ihrer Ankunft in der Wallfahrtsbasilika. Dort werden traditionelle Pilgergebete gesprochen,  Stille gehalten, gesungen und auch der Blutaltar wird über eine Treppe umrundet, um den Blutschrein von der Rückseite durch eine Nische zu berühren. 
 
Cornelius Lange, der 1986 in Werneck bei Schweinfurt geboren wurde, wohnt und arbeitet in Würzburg. Seine akademische Ausbildung schloss er 2012 mit dem Studium in den Fächern Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literaturgeschichte und Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Würzburg als Magister Artium ab. Er erarbeitet gerade seine Promotion zum Dr. phil. an der Philosophischen Fakultät der Universität Würzburg im Fach Kunstgeschichte, mit einer Arbeit über den Aschaffenburger Bildhauer Hans Juncker (1581/82 bis 1624/1626).. Seit 2012 ist Lange freiberuflicher Kunsthistoriker. Dabei ist er für private Auftraggeber, Museen, Verwaltungen und kulturelle Institutionen tätig. Dazu zählen zum Beispiel das Mainfränkische Museum in Würzburg, die Museen der Stadt Aschaffenburg, die Bayerische Schlösserverwaltung oder das Landesamt für Denkmalpflege in Hessen. Darüber hinaus ist er seit 2019 als selbständiger antiquarischer Buchhändler tätig und hat eine Vielzahl von Publikationen, Monografien, Aufsätzen und Katalogeinträge geschrieben und veröffentlicht. 
 
Die Veranstaltung wird von der Wallfahrtsleitung der Wallfahrt zum Heiligen Blut organisiert und ist für die Teilnehmer kostenlos. Ein Spendenkörbchen wird aufgestellt.
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Quelle: Achim Dörr, Walldürn


Beitrag von

Achim Dörr