800. Todestag des Hl. Franziskus -
06.09.2026 |
Feierlichkeiten auch im Franziskaner-Konvent Walldürn
Die letzten vier Jahre waren für die franziskanischen Gemeinschaften weltweit betrachtet eine ganz besondere Zeit. Ein 800-jähriger Jubiläumszyklus im Gedenken an den Heiligen Franziskus, der 2023 begann und 2026, genauer noch am 10. Januar 2027 mit dem Abschluss des offiziellen Franziskus-Jahres enden wird. Dieser mehrjährige und zudem spirituelle Festzyklus erinnert vor allem an die bedeutendsten Meilensteine aus den letzten Lebensjahren des Heiligen vor genau 800 Jahren. Das große Finale dieses Zyklus, findet seinen Höhepunkt am 3. und 4. Oktober, das natürlich auch im Walldürner Franziskaner-Konvent entsprechend begangen wird.
Der Ordensgründer der Franziskaner-Minderbrüder lebte von 1182 bis 1226 in Assisi, war der Sohn wohlhabender Eltern und führte ein sorgenfreies Leben. Krieg und Krankheit hatten dann sein Leben erschüttert und er zog sich immer mehr in die Einsamkeit zurück. Etwa im Jahr 1205 hörte er die Stimme Christi vom Kreuz in San Damiano: „Franziskus, geh und baue mein Haus wieder auf!“ Von da an änderte Franziskus sein Leben und kümmerte sich um die Kranken, Aussätzigen und lebte vollkommen in der Nachfolge Jesus Christus. Die letzten vier Jahre vor seinem Tod waren wegweisend, tief spirituell und historisch geprägt.
So stand zunächst 2023 die Weihnacht in Greccio und die Ordensregel im Mittelpunkt. Rom mit Papst Honorius III. billigte die franziskanische Ordensregel, die sich die Brüder auferlegt hatten und im selben Jahr, also 1223, war die Erfindung der ersten lebenden Weihnachtskrippe durch Franziskus im italienischen Rieti-Tal, in Greccio, geboren.
Im September 1224 ereignete sich auf dem Berg La Verna die Stigmatisierung des Franziskus, die an den Erhalt der Wundmale Christi erinnert und für den späteren Heiligen ein tiefes geistiges Erlebnis darstellte.
Im Jahr 2025 blickte man zurück auf die Entstehung des Sonnengesangs im Jahre 1225. Franziskus schuf dabei das berühmte Loblied auf die Schöpfung ("Cantico delle Creature"), die ihm in Bezug auf die Menschen, Tiere und Pflanzen sehr am Herzen lag.
Der sogenannte Transitus, also der Todestag und Hinübergang des Minderbruders Franziskus am 3. Oktober 1226, bildet somit den absoluten Höhepunkt dieses 800-jährigen Festzyklus.
Auch in der Wallfahrtsbasilika wird dieses erste Oktober-Wochenende im Gedenken an den Heiligen Franziskus feierlich begangen. Nach der Vorabendmesse am Samstag, 3. Oktober schließt sich der Transitus mit dem Blick auf das Leben und Sterben des Heiligen an. Am nächsten Tag wird um 9 Uhr das feierliche Hochamt zum Gedenken an den 800. Todestag gefeiert. Im Anschluss findet ein Begegnungstreffen im Pfarrsaal statt. Im Rahmen dieser besonderen Tage wird es auch einen Vortrag über den Heiligen Franziskus von Franziskaner-Pater Josef Fischer aus Würzburg im katholischen Gemeindezentrum geben. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Als besonderes und sichtbares Zeichen zu diesem Jubiläum und ihrer Verbundenheit zur Wallfahrtsstadt Walldürn ist es der Wunsch der Mitbrüder im Franziskaner-Konvent eine Statue des Heiligen Franziskus in der näheren Umgebung zur Wallfahrtsbasilika aufzustellen.
"Wir sind im nächsten Jahr als Franziskaner der Danziger Provinz nun schon seit 20 Jahren in der Wallfahrtsstadt tätig und es ist uns ein Herzensanliegen mit dieser Statue unseres Ordensgründers, des Heiligen Franziskus, ein sichtbares Zeichen zu diesem großen franziskanischen Jubiläum, aber auch als Wertschätzung, Dankbarkeit und Verbundenheit zu Walldürn zu setzen", so die vier Patres.
Beitrag von
Achim Dörr
Walldürn











