Walldürn. Seit vielen Jahren findet in Walldürn am sogenannten Priester-Donnerstag, dem ersten Donnerstag im Monat, eine ganztägige eucharistische Anbetung im Gebet für die Priester und für geistige Berufungen statt. Seit Ende der diesjährigen Hauptwallfahrtszeit konnte diese Donnerstag-Anbetung in der Franziskuskapelle im Katholischen Gemeindezentrum in der Burgstraße nun ausgeweitet werden. "Wir haben zunächst mit einem Donnerstag begonnen, konnten dann auf einen zweiten Donnerstag erweitern und sind jetzt in der glücklichen Lage, dass wir jeden Donnerstag anbieten können", weiß Diakon Friedhelm Bundschuh zu berichten, der von Anfang an diese Anbetungsstunden aufgebaut und begleitet hat.
Aber nicht nur das: Er kümmert sich seither auch darum, dass für jede Stunde auch immer eine verantwortliche Person präsent ist und diese Zeit begleitet. Auch wenn diese Anbetungsstunden in der Stille stattfinden bedeutet dies nicht, dass nicht noch weitere Beterinnen und Beter dazugekommen können. "Im Gegenteil: Wir freuen uns, wenn viele Menschen diese Anbetungsmöglichkeit für sich entdecken und in der Kapelle im Gebet verweilen", ergänzt der Diakon.
Die Wallfahrtsstadt Walldürn, gilt als der größte Eucharistische Wallfahrtsort innerhalb Deutschlands. Das Blutwunder aus dem Jahre 1330 entstand aus der Eucharistie heraus und bildet, zusammen mit dem Blutaltar, dessen 400-jähriges Jubiläum in diesem Jahr gefeiert wird, den zentralen Mittelpunkt der Wallfahrt zum Kostbaren Blut. Die Menschen suchen die Stille, die Besinnung und auch einen Rückzugsraum in dieser mittlerweile hektischen und unruhigen Welt. Die Franziskuskapelle sei ein solcher Ort mit eben diesem besonderen Angebot an den Donnerstagen und darüber hinaus auch täglich während der Hauptwallfahrtszeit, machen die Verantwortlichen deutlich.
Die vier Franziskaner-Patres im Walldürner Minoriten-Konvent sind in diese Donnerstage der Anbetung eingebunden. Sie setzen morgens nach der Heiligen Messe das Allerheiligste aus und abends nach dem Schlusssegen auch wieder ein. Darüber hinaus findet die Tageszeitenliturgie Platz im Tagesverlauf, zusammen mit den Anwesenden Beterinnen und Betern. So werden das Mittagsgebet und die Vesper zusammen mit den Patres als Gemeinschaft erlebt und gebetet.
"Dieses Angebot der Anbetung steht und fällt mit den Menschen, die bereit sind sich eine oder zwei Stunden die Zeit dafür zu nehmen. Zudem ermöglichen sie es anderen Menschen, die vielleicht nur eine Viertelstunde Zeit haben, die Anbetung zu besuchen", machen der Wallfahrtsrektor der Basilika Minor Pater Josef Bregula OFMconv und Diakon Bundschuh deutlich. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement sei dieses geistige Angebot nicht aufrecht zu erhalten.
Nachdem im März dieses Jahres eigens ein Einkehrtag zum Thema "Eucharistische Anbetung in der Gemeinde" mit großem Erfolg stattfand, konnten weitere interessierte Menschen zu dem Thema, vor allem auch über die Stadtgrenze Walldürns hinaus, sensibilisiert und gewonnen werden. "Wir haben die Anzahl der Beterinnen und Beter verdoppeln können und verfügen aktuell über knapp 30 Personen, die diese Anbetungsstunden realisieren", freut sich der Diakon.
Und eine weitere positive Tendenz lässt sich beobachten: Es kommen auch immer wieder neue Gläubige in die Franziskuskapelle hinzu um ganz bewusst in der Stille diese Zeit mit Jesus zu verbringen. Zudem ist die Barrierefreiheit dort gewährleistet, denn ein Aufzug verbindet die einzelnen Stockwerke miteinander. Aus Gesprächen mit den Gläubigen lässt sich auch festhalten: „Wenn man in die Anbetung geht, kommt anders wieder heraus als man hineingegangen ist.“ Eine Chance also bei einem Wallfahrtstag nach Walldürn, die man erfahren und ausprobieren kann.
Wer sich als ehrenamtlicher Mithelfer für die Anbetung in der Wallfahrtsstadt Walldürn interessiert und sich engagieren möchte, kann mit Diakon Friedhelm Bundschuh unter 0151/50 548 309 oder Achim Dörr unter 06282/92 90 77 Kontakt aufnehmen










